Freitag, 21. März 2014

Lernen, Lernen, Lernen...

Man kommt im Leben nicht weiter, wenn man nicht stetig an sich arbeitet...egal ob in persönlicher Hinsicht, an seinem Lebensstil oder auch in Sachen beruflicher Qualifikation. Schon Wilhelm Busch hat dies erkannt und passend zusammen gefasst:

"Also lautet der Beschluss, dass der Mensch was lernen muss. Und Lernen kann er - Gott sei Dank - auch sein ganzes Leben lang."

Das Schöne daran ist zudem, dass man die meisten Änderungen auch positiv und aktiv wahrnehmen kann. Entweder ergibt sich ein besseres Gefühl, eine bessere Qualifikation oder einfach mal (in ganz extremen Fällen) ein Lichtblick im Dunkeln.

Damit auch Frauen stets in der Berufswelt eine Chance haben, ist hier ganz besonders auf regelmäßige Weiter- und Fortbildung zu achten. Männer qualifizieren sich zumeist aufgrund der Berufserfahrung; jungen, wiedereinsteigenden Müttern fehlt diese jedoch teilweise. So können sie sich dennoch aufgrund besonderer Qualifikationen hervortun und andere Mitbewerber ausstechen.

Zudem spielt dies auch eine große Rolle bzgl. der Gehaltsstufe. Frauen verdienen - wie bereits schon in einem anderen Post behandelt - durchschnittlich 22% weniger als Männer, wenn man den Vergleich in gleichwertigen Berufen zieht. Wenn man jedoch noch bessere Zusatzqualifikationen und -kenntnisse hat, gleicht das das ohnehon schon unfaire Gehaltslevel schon wieder ein bisschen an.

Man sieht also, ohne stetis Lernen und Weiterbilden geht es leider nicht.

Hier ein Beispiel aus meiner Familie: meine Mutter hat früher eine Ausbildung zur CTA (Cytologisch-technische Assistentin) gemacht. Dabei war sie im Labor und hat Abstriche auf mögliche Krebszellen untersucht. Nach ihrer Ausbildung heiratete sie, bekam Kinder. Während der Erziehungszeit arbeitete sie zuerst Teilzeit (in einem anderen, nicht verwandten Beruf), später widmete sie sich ganz der Erziehung. 

Das Problem dabei: die Prozesse in den Labors hat sich enorm geändert in de. Letzten 20/30 Jahren. Früher wurde mit Mikroskop gearbeitet, jetzt gibt es Computer und neue Maschinen; man hat weitere Krebszellen gefunden; es gibt neue Methoden...kurzum: ein Wiedereinstieg in ihren Beruf ist praktisch unmöglich. Wir Kinder sind jetzt groß und sie arbeitet seit ein paar Jahren wieder. Auch wenn sie eine sehr engagierte Person ist, konnte sie aufgrund der vielen Defizite durch Weiterentwicklung der Forschung nicht mehr in ihrem eigentlichen Beruf brillieren. Somit fängt sie wieder von ganz vorne an.

Heute ist soe glücklich, arbeitet in einem ihr gefallenden Job und macht ihren Weg. Sie hat sich engagiert und viele Seminare und Schulungen besucht, sich auf Neues eingelassen und immer wieder den Mut gefunden, sich durchzusetzen. Das bewundere ich wirklich an ihr!

Ich jedoch bin dermaßen wissbegierig (noch habe ich auch noch keine Kinder), dass ich mir ein Leben ohne stetis Lernen gar nicht vorstellen kann. Ich bleibe bei Wilhelm Busch ;)

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