Dienstag, 18. Februar 2014

Großes Engagement - gute Belohnung

Ich war vergangene Woche in Berlin...dort wurde unser Unternehmen mit dem zweiten Platz des "Berufsbildungspreis, Sonderpreis Integration" ausgezeichnet. Das zeigt uns doch, dass wir mit unserem Personal- und Marketing-Engagement wirklich gut dabei liegen. Der Preis wurde vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag verliehen, das ist die Zentralstelle aller IHKs in Deutschland.

So wie auch Frauen früher als Problemzielgruppe auf dem Arbeitsmarkt angesehen wurde, so ist dies heutzutage mit Migranten oder Bürgern mit Migrationshintergrund. Dieser Gruppe wirdmen wir uns ganz intensiv und bilden vorwiegend Jugendliche mit Migrationshintergrund aus. So sind ca. 40% unserer Azubis ausländisch, fast 80% der Festangestellten sind ebenfalls mit Migrationshintergrund.

Das ist ganz interessant, ich bin die einzige Frau in unserem Hause, die ohne Migrationshintergrund und durch und durch Deutsch ist.

Jedenfalls haben wir ein sehr gutes System aufgebaut, wie wir auch ausländische Jugendliche gut ausbilden können und wie wir dies positiv für uns nutzen können. Dies äußert sich beispielsweise im Ethnomarketing, das wir betreiben. So können wir unserem Kunden Beratungen in 10 verschiedenen Sprachen anbieten, die meisten davon als Muttersprache.

Die Auszeichnung ist somit ganz besonders für uns. 

Ohne mich selber zu loben, aber der Personalbereich wurde in den letzten Monaten, seit ich diesen übernommen habe, schon deutlich intensiver betreut und ausgebaut. Da sieht man mal: mit der richtigen Qualifikation kann es auch als Frau im Berufsleben voran gehen.

Montag, 10. Februar 2014

Ausbildung, Ausbilderschein und die Lorbeeren...

Bei uns im Unternehmen werden Ausbildugen angbeboten. Egal ob im Vertrieb, in der Verwaltung oder auch im technischen Bereich. Leider jedoch werden unsere Azubis, die sich zwar einem großen Verantwortungsbereich erfreuen, sehr oft nicht korrekt behandelt: Streichen der Überstunden, das Nicht-Einhalten von Jugendschutz- und Arbeitsgesetzen etc. Hier sind große Defizite, die eigentlich geändert werden müssten.

Leider jedoch sieht jeder die Problematik, keiner ändert allerdings etwas daran. Wie kann das sein? "Der Chef ist Ausbilder, er ost dafür verantwortlich.", solche Aussagen werden als Vorwände vorgeschoben.

Ich bin vor ca. 2 Jahren Personalverantwortliche in unserem Hause geworden. Dabei habe ich schon einige Umstrukturierungen im Bereich Praktikum, Praxissemester und Fos-Schülern vorgenommen, um joer schon einmal Besserung vorbringen zu können. Der nächste Schritt ist das Eingreifen in den Azubi-Umgang.

Einziges Problem: mir fehlt hier noch die vertiefte Kompetenz, da ich mich nur oberflächlich mit den Gesetzestexten auskenne. Darum habe ich einen neuen Plan geschmiedet: ich mache den Ausbilderschein. Die Unterlagen habe ich mir besorgt, das Kursbuch ist bestellt und jetzt geht es los. Sobald ich die Prüfungen erfolgreich absolviert und den Ausbilderschein erhalten habe, kann ich meinem Chef Contra geben.

Mein persönlicher Vorteil: der Ausbilderschein an sich bringt zwar keinen Mehrwert, aber dafür eine zusätzliche Qualifikation in meinem Lebenslauf. 

Ich sehe dem Ganzen mal positiv entgegen...und denke, dass der Schein im März/April abgeschlossen werden kann. Und dann haben auch die Azubis etwas davon. Haltet durch, ich komme^^

Donnerstag, 6. Februar 2014

Auch Frauen hinterziehen Steuern...

Ganz aktuell ist noch immer das Thema "Steuerhinterziehung". Im vergangenen Jahr wurde ein bekannter Fußballmanager in der Presse "zerfetzt", nun auch eine wichtige Frauenrechtlerin (die auch schon in meinem Blog erwähnt wurde). Die Meinungen hierüber gehen wirklich sehr auseinander.

Meine Meinung dazu? Natürlich können auch Frauen unrecht handeln, aber ich finde es ein Unding, dass nur Prominente öffentlich an den Pranger gestellt werden. Es hinterziehen ebenfalls so viele Manager, Gutverdiener und "Normalos" Steuern, die nicht öffentlich genannt werden. Nur, weil jemand in der Öffentlichkeit steht, ist dies ein Grund für die Presse.

Es ist grundsätzlich schon mal schade, dass so viele Steuerhinterzieher ihr Glück versuchen, das muss ich zugeben. Aber warum das ausreichend in der Presse behandelt werden muss, ist fraglich. Besonders schade ist es dann, wenn solche Sätze kommen, wie "Da schau dir deine Frauenechtlerin an, die ist keinen Deut besser.". 

Stimmt schon, aber auch keinen Deut schlechter wie andere Normalos ;)