Hauptgrund für das Missverhältnis ist der Studie zufolge für viele Frauen das Problem, Karriere und Familie zu vereinbaren. Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, insbesondere Mütter: Bei 25- bis 54-Jährigen mit Kindern in Schule oder Ausbildung sind es 62 Prozent. Zum Vergleich: In Frankreich liegt der Anteil nur bei 26 Prozent.
Allerdings gibt es auch hier positive Entwicklungen. Die Einführung der Elternzeit in Deutschland im Jahr 2007 hat dazu geführt, dass mehr Väter eine Auszeit nehmen. 2007 waren es lediglich 9 Prozent, Ende 2010 waren es bundesweit über 25 Prozent. Laut Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Erwerbsquote von Müttern, deren Partner in Elternzeit ist, doppelt so hoch wie von Müttern, deren Partner nicht in Elternzeit ist."
Diesen Artikel habe ich mal wieder gefunden, als ich im Internet recherchiert habe. Es ist schon sehr interessant, dass so viele Frauen Teilzeit bei uns arbeiten. Aber warum ist das so?
Ich sehe das Problem in der Unterstützung durch den Staat. Frankreich hat ein sehr ausgeprägtes Angebot für Familien oder auch Alleinerziehende. Es bietet viele gute Möglichkeiten, eine volle Beschäftigung mit der Familie unter einen Hut zu bringen. So fördert der Staat dort Ganztagesschulen, Kindergärten, Krippenplätze und Aupair-Stellen. Dies macht eine Vollzeitbeschäftigung für französische Mütter sehr interessant.
In Deutschland ist das jedoch ganz anders. Es werden zwar mittlerweile manche Einrichtungen, wie beispielsweise Kitas, gefördert, aber eine vollständige Lösung bietet sich hier nicht. Aus diesem Grunde wählen viele Mütter eine Teilzeitbeschäftigung und können währenddessen ihre Kinder in Kitas oder Kindergärten bringen. Vielle möchten es auch gar nicht, ihre Kinder einen ganzen Tag in eine öffentliche Einrichtung abzugeben. Das kann ich durchaus nachvollziehen.
So bleibt es fraglich, ob man diese beiden Kennzahlen in den Nachbarländern wirklich vergleichen kann. Unterschiedliche Förderungsmodelle, unterschiedliche Verständnisse von Familie/Erziehung/Arbeit und auch unterschiedliche Lebenshaltungskosten, die sich auf den monatlichen Lohn und damit auf den Arbeitsbedarf auswirken, können Ursachen für die Unterschiede in Beschäftigung und Familienbewusstsein sein.
Auf den Punkt der Lohnunterschiede möchte ich nicht mehr eingehen, diesen habe ich bereits in einem anderen Post ausführlich besprochen.
Interessant ist jedoch noch der Punkt mit der Elternzeit. Es ist von Haus aus klar, dass die Frau in Elternzeit geht. Aber mittlerweile gibt es sehr attraktive Modelle, damit auch Männer problemlos in Elternzeit gehen können. So besteht hier auch die Möglichkeit auf eine Auszeit, was auch der Familie sehr gut tun würde.
Aber warum nitzen so wenig Väter die Elternzeit? Hier werde ich in einem anderen Post die Vor- und Nachteile sowie die allgemeinen Informationen genauer behandeln.
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