Donnerstag, 1. Mai 2014

Bildungsabschlüsse als nicht-relevante Konstante

Dass Frauen eigentlich eine gleiche Ausgangsposition wie Männer im Berufsleben haben, stellt eine interessante Studie dar, von der ich heute in meinem XING-Newsletter gelesen habe:


Demnach haben sogar durchnittlich mehr Frauen einen höheren Bildungdabschnitt wie Männer. Das gibt mir jetzt wieder einen Gedankenanstoß für viele weitere Faktoren:

1. Warum gibt es dann so wenig Frauen - erfolgreiche Frauen in guter Stellung - in der heutigen Zeit?
2. Liegt die aktuelle Frauen/Männer-Position an den Arbeitnehmern oder Arbeitgebern?
3. Sind Frauen im Durchschnitt lernbereiter und tun sich hier leichter?

An den Grundvoraussetzungen jedenfalls kann es nicht liegen. "Du bist, was du daraus machst!", heißt es doch immer. Das stimmt hier anscheinend wirklich. Die Ursache für die extreme Unverteilung kann eigentlich nur an den Vorstellungen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber sein.

Aber was möchten diese?

Arbeitgeber möchten qualifizierte Mitarbeiter, die möglichst Produktiv und mit wenig Ausfall sind. Zudem gehört oftmals Flexibilität dazu. Qualifikationen weisen Frauen zwar auf, aber wenn es um die Vereinbarung von Familie und Beruf geht, hört es mit Ausfall (z. B. Schwangerschaft, Krankheit des Kindes) und Flexibilität (z. B. Gebundenheit an Kindertagesmütter) schon meist auf.

Genau umgekehrt möchten Arbeitnehmer ihren Berufsalltag gestalten. Flexibel nach dem Kind richten können, nach Ausfall problemlos wieder einsteigen (selbstverständlich in der gleichen Oder gleichwertigen Position). Die Qualifikationen bringen sie mit, das wissen Mitarbeiter meist auch (wenn sie realisitisch sind).

Diese Differenzen in den Vorstellungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind die Ursachen für die aktuelle Entwicklung der Arbeitnehmerverteilung. Irgendwer muss Abstriche machen - wie diese genau aussehen, bleibt dahin gestellt.




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