Seit 1. August 2013 sichert die Regierung für jedes Kind mit einem Jahr einen Krippenplatz gesetzlich zu. Eltern sollen damit entlastet werden, sodass ab einem Jahr des Kindes eine Betreuung gesichert wäre und jungen Müttern, die es wieder ins Berufsleben zieht, eine Wiederaufnahme der Arbeit nach einem Jahr Elternzeit möglich wäre.
Das klingt vorerst mal richtig gut und stellt einen Fortschritt dar. Die Regierung hat die Zeichen der Zeit erkannt und erste Schritte unternommen. PECH JEDOCH, WENN DIE BESTIMMUNGEN NICHT SO DURCHGESETZT WERDEN KÖNNEN, WIE ANGEDACHT...
Warum? Nach einer aktuellen Klage junger Eltern und Mütter aufgrund dieses neuen Rechtsanspruches wurde hier genauer festgesetzt, in wie weit eine Zuordnung zu einer Kindertagesstätte zumutbar wäre. So heißt es, dass eine Dauer von 1 h Fahrzeit von der Wohnung bis zur Kita zumutbar wäre. Heißt praktisch für mich: ich es ist okay, wenn Eltern aus Augsburg ihr Kind nach München (ca. 81 km Entfernung) in die Kita fahren. Laut Rechtsanspruch ist dies ausreichend und fällt nun darunter.
Ist es wirklich so, das dies zumutbar ist? Meiner Meinung nach ist dies komplett nicht tragbar. Es ist schon sehr schwer, wenn man morgens vor der Arbeit eine halbe Stunde bis zur Kita fahren würde. Wie soll das dann mit einer Stunde möglich sein?
Hier mal ein theoretischer Zeitplan einer Mutter nach dieser neuen Planung:
5.00 Uhr Aufstehzeit für die Mutter
5.30 Uhr Aufstehzeit des Kindes
6.00 Uhr Abfahrt zur Kita
7.00 Uhr Ankunft Kita und Rückfahrt der Mutter
8.00 Uhr Arbeitsbeginn der Mutter
Ist es tragbar, sein Kind morgens um diese Zeit aus dem Bett zu holen? Und welche Kita hat morgens um 7 richtig auf?
Für mich wirklich sehr zu überdenken...
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